1. Allgemeine Ziele

Unser Ziel ist es, den Kleinen Geborgenheit, Sicherheit und ein Gefühl des Wohlbefindens zu geben, ihnen Freiräume zu lassen und gemeinsame Aktivitäten sowie eine individuelle Betreuung zu bieten. Mit einem klaren Tagesablauf, Verhaltensregeln und der Vorbildfunktion der Mitarbeiter/Innen wollen wir den Kindern einen optimalen Rahmen für Ihre Entwicklung anbieten. Die Kita sorgt für eine individuelle, ganzheitliche Entwicklung des Kindes und ist bemüht, Entwicklungsauffälligkeiten frühzeitig zu erfassen und nach Absprache mit den Eltern notwendige Massnahmen einzuleiten. Die Kita berät und unterstützt die Eltern bei Erziehungsfragen

 

2. Pädagogische Grundsätze 

Die Kita bietet die Freiheit selbstbestimmtes, selbstverantwortliches und eigeninitiatives Verhalten einzuüben und zu erproben. Die Kinder lernen Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und werden dazu angehalten, Rücksicht auf die Interessen anderer zu nehmen – der Freiraum der Kinder endet da, wo andere beeinträchtigt werden. Die Konfliktfähigkeit der Kinder wird unterstützt. Sie lernen Kritik offen aber behutsam zu äussern und mit ihr umzugehen sowie eigene Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Körperlichkeit, aber auch Wut, Weinen genauso wie Lachen, wird als Ausdruck von Gefühlen unterstützt und gefördert; Körper und Gefühle werden akzeptiert. Im täglichen Miteinander üben die Kinder Toleranz gegenüber Anderen. Das Freispiel bietet die Chance Neues entstehen zu lassen. Die Kinder werden darin unterstützt mit Kreativität eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. In der Kinderkrippe werden darüber hinaus wichtige Themen altersgemäss erarbeitet.

 

3. Frühförderung

Die ersten 3 Jahre sind von grosser Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. In dieser Zeit entstehen die Basiskompetenzen wie soziale Kompetenz, sprachliche Kompetenz, Kreativität und Musikalität, die das Kind einerseits hat, die andererseits auch gefördert werden müssen. Hier werden die Grundlagen für ein „lebenslanges Lernen“ in der frühkindlichen Bildung gelegt. Die soziale Einstellung, die Lernbereitschaft und die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit hängen von den ersten Erfahrungen des Kindes ab. Unsere Kinderkrippe bietet somit eine wesentliche Ergänzung zur Familienerziehung. Unsere Aufgabe besteht darin, die Kinder zu beobachten, um sie gemäss ihrem Entwicklungsstand in entsprechender Weise fördern zu können. Wir greifen Erfahrungen der Kinder aus dem Alltag auf und versuchen diese mit speziellen Angeboten und Einzelaktivitäten aufzuarbeiten und zu bewältigen. Während des ganzen Tagesablaufes wird das Kind motiviert über seine Fähigkeiten über seine Grenzen hinaus, Interessen und Neigungen zu entfalten

 

4. Schwerpunkte der Frühförderung

Sprachförderung (Deutsch) Kinder sind in den ersten vier Lebensjahren am aufnahmefähigsten was die Sprachentwicklung angeht und somit auch im besten Alter für das Erlernen von Fremdsprachen.

Bewegungsförderung  Die Bewegungsentwicklung der Grob- und Feinmotorik wird drinnen aber auch vor allem draußen mit Spiel- und Bewegungsangeboten  für alle Altersgruppen gefördert und von den Erzieher/innen beobachtet.

Kreativität  Unseren Kindern stehen verschiedene Materialien und altersgemäße Bastelaktionen/- angebote zur Verfügung, die sie freiwillig nutzen  können. In die selbständige Arbeit der Kinder wird nicht eingegriffen, diese wird anerkannt und nicht verändert.

Musikalische Früherziehung  Die Erzieher/innen gehen mit einfachen Musikinstrumenten, wie Rasseln, Trommeln etc, auf die Kinder als Angebot zu und singen mit ihnen Lieder.

Persönlichkeitsentwicklung Im freien Spiel entwickeln die Kinder ihre Persönlichkeit am besten. Die Erzieher/innen begleiten das Freispiel, greifen jedoch nur  unterstützend ein, wenn Problemstellungen nicht allein bewältigt werden können.

Gruppendynamik Täglich sitzten die Gruppen im Stuhlkreis zusammen. Wichtig ist uns hier ein Mit- und Füreinander, die Kinder können ihre Gedanken, Sorgen, Nöte oder Ideen der Gruppe mitteilen. Der Kreis bedeutet etwas „Ganzes“ zu erleben, jedes Kind kann Anfang oder Ende sein, Gemeinsamkeit wird geprägt. Der Stuhlkreis wird von der Erzieherin gelenkt und geleitet. Verschiedene Rituale der Gruppe fließen hier ein, die auch durch die Kinder geprägt werden, wie z.B. ein Anfangs- oder Abschlusslied. Es wird Aktuelles aufgegriffen und Raum für die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder gegeben, die sie der Gruppe mitteilen möchten.

Soziale Kompetenzen Selbstbewusstsein Unsere Kinder dürfen Erfahrungen selbst machen um dadurch in ihrer Person selbstbewusst und stark zu werden Kommunikations und Kooperationsfähigkeit: Lernen miteinander Kontakt aufzunehmen, zu spielen und zu teilen Konfliktfähigkeit: Konflikte erleben und austragen lernen Toleranz: „Ich bin ich, du bist du und wir alle sind eine Gruppe“.Selbständigkeit: Lernen sich selbst zu beschäftigen und kleine Aufträge allein auszuführen, z.B. den Tisch zu decken. Gruppendynamik: Lernen miteinander zu spielen, zu singen, zu essen etc. Der tägliche Stuhlkreis hat hier eine große Bedeutung.

 

5. Rituale & Regeln 

Rituale geben den Kindern Sicherheit, die sie stärkt und sie ihre Fähigkeiten besser entfalten lässt.

Geregelter Tagesablauf.

Lieder zu bestimmten Anlässen (z. B. Begrüßungslied, Tischlied vor den Mahlzeiten, Geburtstagslied).

Gemeinsame Mahlzeiten (Frühstück, Mittagsessen, Znüni/Zvieri).

Körperpflege (Windeln wechseln, Hände waschen vor den Mahlzeiten, Zähneputzen nach den Mahlzeiten).

Lernen einander nichts wegzunehmen Lernen einander nicht weh zu tun Versuchen sich gegenseitig zu helfen.

Gemeinsam zu essen (gemeinsam anzufangen und zu warten bis alle fertig sind)

 

6. Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnung eines Kindes in unserer Kita besteht aus zwei Teilen: Dem Einführungsgespräch und der Eingewöhnungszeit. Das  Einführungsgespräch wird vom Kitapersonal der Gruppe, in die das Kind kommt, vor Vertragsbeginn geführt. Dieses Gespräch dient dem  gegenseitigen Kennenlernen, Informationsaustausch und bietet Gelegenheit Fragen zu stellen. Beim Einführungsgespräch erhalten die  Eltern das vorliegende Pädagogische Konzept der Einrichtung, welches alle wichtigen Informationen über die Kita enthält, sowie ein Merkblatt über den Ablauf der Eingewöhnung. Das pädagogische Personal erfährt etwas über die bisherigen Lebensgewohnheiten des  neuen Kindes und über den Umgang der Eltern mit dem Kind. Die Eingewöhnungszeit findet in der Regel vor dem eigentlichen  Eintrittsdatum statt und umfasst einen bestimmten Zeitraum von etwa 2 Wochen, kann aber je nach Kind länger oder kürzer sein. Ein  kontinuierlicher Ablauf erleichtert das Eingewöhnen. Das Personal entscheidet in Abstimmung mit den Eltern über den Verlauf der  Eingewöhnung und den Zeitpunkt an dem die Eingewöhnung abgeschlossen ist. Wir wollen den Kindern und den Eltern den Einstieg in  die Kita möglichst leicht machen. Deshalb läuft das Eingewöhnen nach einem festen Plan ab. Diesen Plan durchleben wir stufenweise mit  jedem Kind. Dieser Ablaufplan soll es den Kindern und Eltern erleichtern, uns kennen zu lernen, sich mit unserem Tagesablauf, Regeln,  Spielsachen, Räumlichkeiten und Aktivitäten vertraut zu machen. Hierbei wollen wir auch darauf hinweisen, dass wir die  Eingewöhnungszeiten aller neuen Kinder staffeln. Es sollen nicht mehr als 2 Kinder gleichzeitig im Gruppengeschehen teilnehmen. Aus  unserer Erfahrung wissen wir, je weniger Eingewöhnungskinder gleichzeitig im Raum sind, desto schneller geht die Eingewöhnung vor sich.

 

7. Essen

Die Kinder erhalten eine ausgewogene Ernährung. Wir verstehen darunter, viel Gemüse, Obst, Teigwaren, Reis, Kartoffeln etc. Zu trinken  gibt es Wasser oder Tee. Wir beginnen die Mahlzeiten immer mit einem Lied und nehmen uns Zeit für das Zusammensein am Tisch. Damit die Kinder verschiedene Speisen kennenlernen, schöpfen wir von allem ein wenig, aber zwingen kein Kind etwas zu essen, was es  nicht möchte. Der Säugling bestimmt seinen eigenen Rhythmus für die Nahrungsaufnahme. Das Essen (Schoppennahrung, Brei, usw.)  wird von den Eltern mitgebracht.

 

8. Schlafen/Ausruhen

Das Schlafen oder Ausruhen ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung eines Kindes. Bei jedem Kind wird individuell  besprochen, ob es einen Mittagsschlaf braucht. Nach dem Mittagessen macht jedoch jedes Kind eine Mittagruhe, Kinder die nicht mehr  schlafen haben die Möglichkeit, einer ruhigen Beschäftigung wie, Kassette hören oder Bücher anschauen, nachzugehen. Um den Kindern  Sicherheit und Wohlbefinden zu geben, haben sie Ihren festen Schlaf- oder Ruheplatz und können es sich mit ihren persönlichen  Gegenständen wie, Nuggi, Noschi, usw. gemütlich machen.

 

9. Zusammenarbeit mit den Eltern

Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit und des pädagogischen  Konzepts. Das Betreuungsteam wird kontinuierlich einen guten und offenen Austausch mit den Eltern fördern. Um den Bedürfnisse der  Eltern und der Kinder gerecht zu werden, ist ein intensiver Gedankenaustausch zwischen den Eltern und den Erzieherinnen wichtig.  Auf Wunsch führen wir regelmässige Gespräche mit den Eltern durch, um über den Entwicklungsstand Ihres Kindes zu  informieren. Auftretende Probleme werden so schnell wie möglich besprochen, abgeklärt und gelöst. Die Mitarbeiterinnen  stehen unter Schweigepflicht.